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Fuss- und Veloverkehr

Jeder Weg beginnt und endet im Normalfall mit einer Etappe zu Fuss. Das zu Fuss gehen ist diejenige Mobilitätsform, welche als völlig normal und selbstverständlich angesehen wird und entsprechend nicht mehr wirklich wahrgenommen wird. Auch wenn es täglich wenige Kilometer sind, welche der Mensch mit eigener Muskelkraft zurücklegt, so sind es doch oft die entscheidenden Etappen auf jedem Weg. Neben dem Aspekt, dass durch Fusswege keine Umweltbelastungen entstehen, wird gleichzeitig ein wichtiger Input für die Gesundheit eines Menschen getätigt. Die beiden umweltfreundlichen Bewegungsformen zu Fuss gehen und Velofahren tragen auch fest dazu bei, dass das Dorf- oder Stadtbild aufgewertet und belebt wird, die Verkehrsfläche effizient genutzt wird, die Lärmbelastung verkleinert und die Aufenthaltsqualität verbessert wird.

 

Für einen Grossteil der St. Galler Bevölkerung spielt der Fuss- und Veloverkehr eine wichtige Rolle im Alltag und in der Freizeit. Der Weg zur Arbeit, der Schulweg, der Weg von zu Hause zum Bahnhof aber auch eine Radtour am Wochenende oder eine Wanderung an einem warmen Sommerabend sind wichtige Bestandteile des täglichen Lebens. Schweizweit werden gemäss Mikrozensus 2010 rund die Hälfte aller Etappen zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt. Mit diesem Hintergrund kommt dem Fuss- und Veloverkehr eine wichtige Rolle in der Abwicklung der täglichen Mobilität zu.

 

Wir, die Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, sorgen gemeinsam mit Regionen und Gemeinden für ein dichtes und attraktives Fuss- und Veloweg, welches den heutigen und zukünftigen Bedürfnissen der St. Galler Bevölkerung entspricht. Mit Planungen, auch über Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinweg, werden komfortable und sichere Infrastrukturen angestrebt und der  Fuss- und Veloverkehr nachhaltig gefördert. Zusammen mit unseren Partnern sorgen wir für die Signalisation der über 4'000 km Wanderwege und über 2'000 km Skating- MTB- und Velorouten.

 

 

Kontakt

 

Daniel Litscher, daniel.litscher@sg.ch, 058 229 31 75

Daniel Schöbi, daniel.schoebi@sg.ch, 058 229 31 50

 

 

Veranstaltungsreihe «Fuss- und Veloverkehr vor Ort»

Die Veranstaltungsreihe «Fuss- und Veloverkehr vor Ort» wird von der Fachstelle und dem Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr des Kantons St.Gallen organisiert.

 

Die neue Veranstaltungsreihe soll als Plattform für Austausch und Gespräche dienen und wird in Form von regionalen Anlässen an verschiedenen Orten im Kanton St.Gallen durchgeführt. Durch die Veranstaltungen können sich einerseits die lokal Verantwortlichen für den Fuss- und Veloverkehr kennenlernen. Andererseits berichten Gemeinden und Planende über ihre Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung von Fuss- und Veloverkehrsprojekten. Es wird über Planungsgrundlagen und Praxisbeispiele informiert. Danach werden Fragen der Teilnehmenden zu Themen des Fuss- und Veloverkehrs beantwortet. Probleme vor Ort und Anregungen zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs werden gesammelt und diskutiert. Die Eindrücke und Erkenntnisse können abschliessend beim Apéro weiter vertieft werden. Im Vorfeld zu den Veranstaltungen wird eine optionale Exkursion zu interessanten Beispielen von Fuss- und Veloverkehrsprojekten vor Ort angeboten.

 

Im Jahr 2017 sind drei Anlässe jeweils ab ca. 16.15 Uhr geplant. Im Vorfeld findet eine Exkursion ab 14.15 Uhr statt.

 

Dritte Veranstaltung "Fuss- und Veloverkehr vor Ort":

5. September 2017 in Diepoldsau

Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr

Im Kanton St.Gallen wird der Fuss- und Veloverkehr gefördert. Die Erhöhung des Anteils von zu Fussgehenden und Velofahrenden soll zur Reduzierung von verkehrsbedingten Emissionen, zur Energieeinsparungen und zur Förderung der Gesundheit beitragen. Das aktuelle Raumkonzept sieht für den Fuss- und Veloverkehr bei der Siedlungsverdichtung und Siedlungserneuerung eine wichtige Rolle vor. Weiter kann der städtische ÖV durch den Fuss- und Veloverkehr entlastet werden und der Fuss- und Veloverkehr hat das Potenzial, kürzere Autofahrten zu ersetzen. Dafür notwendig sind ein attraktives Fusswegnetz sowie ein direktes Velonetz.

 

Für zusätzliche Beratungen und Hilfestellungen neben der kantonalen Fachstelle Fuss- und Veloverkehr, wurde für die Regionen, Städte und Gemeinden des Kantons ein unabhängiges Kompetenzzentrum Fuss- und Veloverkehr an der Hochschule für Technik in Rapperswil (HSR) am Institut für Raumentwicklung (irap) unter Leitung der dortigen Verkehrsplanungsprofessoren aufgebaut. Das Kompetenzzentrum stellt verschiedene Beratungs-, Bildungs- und Vernetzungsangebote bereit. Damit soll gewährleistet werden, dass Städte und Gemeinden die anstehenden Herausforderungen bei der Projektierung und Umsetzung von Massnahmen meistern können. Das Kompetenzzentrum wird vornehmlich Projekte initiieren und über die Begleitung von Offerten bis hin zu den Projekten, die zielführende Bearbeitung durch kompetente Fachplanende gewährleisten.

Velotal Rheintal

Das Rheintal bietet topografisch, bezüglich Distanzen in den Siedlungsgebieten und zwischen den Ortschaften, beste Voraussetzungen, um das Velo zu nutzen. Mit dem «Velotal-Rheintal» wird ein Prozess zur Förderung des Veloverkehrs im St.Galler und Vorarlberger Rheintal initiiert.

 

Die Gemeinden des St.Galler und Vorarlberger Rheintals sind bestrebt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu optimieren. Dies wurde an verschiedenen Austauschanlässen der Gemeinden bekräftigt. Eine von mehreren Stossrichtungen, die aus der Bearbeitung des Agglomerationsprogramms Rheintal entstand, beinhaltet die Förderung des Radverkehrs im Rheintal. Im Vordergrund steht dabei die Zusammenarbeit sowohl beim realen, grenzüberschreitenden Veloverkehr, als auch beim Austausch von Erfahrungen, Projektideen und Unterlagen.

 

Im Sommer 2016 wurde eine Startveranstaltung in Höchst abgehalten, bei der Kantons-, Landes- und Gemeindepolitiker anwesend waren.

Planung Fusswegnetz

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Fusswegnetzplanung ist eine Querschnittaufgabe. Die aufgelisteten Unterlagen geben praxisnahme Anleitungen, wie bestehende Fusswege und zu behebende Lücken als zusammenhängendes Netz konzipiert werden und in welcher Art dieses Netz in Plänen dargestellt und rechtlich gesichert wird. Die Unterlagen richten sich an alle Akteure der kantonalen und kommunalen Planung, an Behörden und Verwaltungen, Planer, IngenieurInnen, Architekten, Städebauer, Landschaftsarchtiekten sowie Politiker und Politikerinnen.

Das Handbuch Fusswegnetzplanung ist im untenstehenden Link zu finden.

 

Handbuch Fusswegplanung

 

Unter der Rubrik Fussgängerstreifen finden Sie die Checklisten der geprüften Fussgängerstreifen.

 

www.kapo.sg.ch

Planung Velowegnetz

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Ein attraktives Velowegnetz bedeutet, dass die vorhandenen Routen sicher und zusammenhängend sind. Die wichtigsten POI's (Points of Interest; darunter fallen z.B. Bahnhöfe, Einkaufszentren, Arbeitsplatzgebiete usw.) sind mit einem komfortablen Routennetz zu erschliessen. Dies sind Voraussetzungen dafür, dass das Velo als Verkehrsmittel noch stärker benutzt wird.

 

 

 

Ein sicheres Velowegnetz muss genügend breite Wege, direkte Verbindungen, keine Barrieren, und sichere Querungsstellen aufweisen. Ebenfalls ist die soziale Sicherheit (Beleuchtung, keine dunklen Unterführungen, gut einsehbare Strecken usw.) zu berücksichtigen.

Das Velowegnetz ist anhand der publizierten Normen, Richtlinien und Empfehlungen zu planen. Wichtig dabei, dass alle Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsträger aufeinander abgestimmt sind und ein gemeinsames Projekt entworfen wird, welches auch in der Bevölkerung breit abgestützt ist.

 

www.velokonferenz.ch

 

Planung von Velorouten Handbuch ASTRA

Veloparkierung

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Sicher erreichbare, gut ausgerüstete und nahe bei den Eingängen gelegene Veloparkplätze sind eine wichtige Voraussetzung für die Benutzung des Velos im Allgemeinen.

Die Fachstelle Fuss- und Veloverkehr des Kantons St.Gallen hat Merkblätter betreffend einer gut funktionierenden Veloparkierung erarbeitet. In diesen Merkblättern wird erläutert, auf was für Aspekte geachtet werden muss, damit eine erfolgreiche Planung und Umsetzung gelingen kann. Für alle verschiedenen Nutzergruppen wurde jeweils ein solches Merkblatt erarbeitet.

 

Zählstellen Fuss- und Veloverkehr

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Um die Infrastruktur optimal planen zu können, müssen wir wissen, wo, zu welcher Zeit, wie viele Menschen zu Fuss und auf Velos unterwegs sind. Diese Angaben dienen als Grundlage für Sanierungen und Erneuerungen von Fuss- und Velowegen. Die bis jetzt installierten Velozähler sind auf Velowegen im gesamten Kanton verteilt und erfassen Uhrzeit, Menge und Richtung der darüber fahrenden Velos.

www.stadt.sg.ch/home/mobilitaet-verkehr


 

LV Portal

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Mit der WebGIS-Anwendung LVPortal werden unter anderem Schwachstellen und Massnahmen erfasst und verwaltet, die zur Beseitigung von Schwachstellen im Langsamverkehr geplant sind. Mit dieser Idee entstand das LVPortal ursprünglich.

 

Schwachstellen und Massnahmen sind als Objekte in den Karten dargestellt. Attributive Informationen dazu stehen jeweils in digitalen Formularen zur Verfügung. Kostenberechnungen mit einheitlichen Positionenkatalogen geben einen Überblick über alle geplanten oder ausgeführten Massnahmen. Die Umsetzung der Massnahmen wird überwacht und gesteuert.

 

Das LVPortal wurde stetig weiterentwickelt und mit weiteren Möglichkeiten ergänzt. Heute sind beispielsweise auch alle Velorouten, Lichtsignalanlagen, Unfallschwerpunkte, die Points of Interest oder aber auch eine erarbeitete Potentialanalyse betreffend des Radverkehrs auf dieser Plattform zu finden. Es lohnt sich, auf dem LVPortal noch viele weitere Möglichkeiten selber zu entdecken.

Themenbericht & Auszeichnung im Langsamverkehr

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Die Initiative zur Förderung des Langsamverkehrs des Kantons St.Gallen hat im Finale des „International Transport Achievement Awards“ der OECD nur knapp den Gesamtsieg verpasst. Das Projekt hat sich im Halbfinale gegen Bewerber aus der ganzen Welt durchgesetzt. Somit hat es zum ersten Mal in der Geschichte des Transportation Award - einer der bedeutendsten

Auszeichnungen im Bereich der Verkehrsplanung - ein Fuss- und Veloprojekt in den Final geschafft.

 

Dieser Themenbericht bietet einen aktuellen Überblick über den Fuss- und Veloverkehr im Kanton St. Gallen. Der Bericht setzt den Fuss- und Veloverkehr in eine Relation zu anderen Verkehrsmitteln, der Bevölkerung, der Raumplanung und der räumlichen Situation.

Strukturelle Bewegungsförderung

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Bewegungsfreundliche Gemeinden und Quartiere sollen Jung und Alt zu mehr Bewegung motivieren - gleichzeitig aber auch den sozialen Zusammenhalt fördern und die Lebensqualität erhöhen. "GEMEINDE BEWEGT" ist ein Pilotprojekt von drei Departementen (Bau, Bildung und Gesundheit) zur Umsetzung von struktureller Bewegungsförderung in den Gemeinden. Die Pilotgemeinden wurden darin unterstützt, mit partizipativen Prozessen in der Bevölkerung strukturelle Hindernisse für den Fuss- und Veloverkehr zu identifizieren, zu priorisieren sowie Planungsvorhaben in Gemeinden und Quartieren bewegungsförderlich zu gestalten.

 

www.strukturelle-bewegungsfoerderung.ch