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Naturgefahren und Stauanlagen

Naturgefahren

Bild vergrössern: Schattenbachlawine, Walenstadt (2003)

Schattenbachlawine Walenstadt 2003

Ausgangslage

Seit jeher bedrohen uns Naturgefahren. Sie sind eine Folge der Bewegung von Wasser-, Schnee-, Eis-, Erd,- und Felsmassen. Die jahrhundertelangen Anstrengungen, diese Naturgefahren in erster Linie durch mehr oder weniger umfangreiche Schutzbauten abzuwenden, haben in weiten Landesteilen die wirtschaftliche Entwicklung geprägt oder überhaupt erst ermöglicht. Doch die grossen Schadenereignisse der vergangenen Jahrzehnte (u.a. 1987, 1993, 1999, 2000, 2002, 2005) haben gezeigt, dass dieser Weg nicht als alleinige Lösung gewählt werden kann. Denn sowohl Schutzansprüche als auch das Schadenpotenzial steigen viel zu rasch an, um den Gefahren nur mit Schutzbauten begegnen zu können.

 

 

Ziel

Wir werden unsere Aktivitäten wieder vermehrt den natürlichen Gegebenheiten anpassen müssen. In der Richt- und Nutzungsplanung wurden diese natürlichen Gegebenheiten bisher nur lückenhaft berücksichtigt. Ein wesentlicher Grund dafür liegt darin, dass Grundlagen für deren Beurteilung bis heute weitgehend fehlten.

 

Die aktuellen Bundesgesetze über den Wald (WaG) und den Wasserbau (WBG) verpflichtet  die Kantone Gefahrenkarten zu erstellen und diese bei raumwirksamen Tätigkeiten zu berücksichtigen.

 

Der Kanton St.Gallen erarbeitete in einem mehrere Jahre dauernden Projekt unter der Leitung einer Naturgefahrenkommission (siehe auch unter Organisation) die Gefahrenkarten zu folgenden Naturgefahren.

  • Hochwasser und Murgang
  • Rutschung
  • Sturz
  • Lawine

Ergebnisse

Die Ergebnisse können unter Geoportal abgerufen werden.

Unter Darstellen -> Risiken + Gefährdungen -> Naturgefahren Gefahrenkarte können z.B. die Gefahrenstufen eingesehen werden.

 

Somit ist es der Bevölkerung und auch Bauherren/ Planern jederzeit möglich, sich selbst über die Gefahrensituation zu informieren.

Umgang

Der Umgang mit den Gefährdungen kann dem Leitfaden für Vorsorge und Schutz

(siehe Link unten) entnommen werden.

Derzeit sind die Gemeinden angehalten ein sogenanntes Massnahmenkonzept Naturgefahren (Strategiepapier) zu erarbeiten.

 

Stauanlagen

Am 1. Januar 2013 wurde die neue Stauanlagengesetzgebung in Kraft gesetzt. Diese regelt unter anderem die Aufsichtspflicht der Kantone über die kleineren Stauanlagen, welche im Kanton St.Gallen durch die Abteilung Naturgefahren wahrgenommen wird.

Die Aufsichtsbehörde sorgt dafür, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden und die Betreiber bei Bedarf die notwendigen Sicherheitsmassnahmen ergreifen. 

Ziel ist ausschliesslich die Bevölkerung vor den Konsequenzen eines unkontrollierten Austretens von grösseren Wassermengen zu schützen.